Eine junge Frau steht auf einer Wiese in den Berge und hält eine zusammengerollte Schurwolldecke nach oben in die Luft.

Vom Schaf zur Spinnerei

Unabhängig von der Wollproduktion müssen Bauern ihre Schafe ein Mal im Jahr scheren. Die daraus resultierende Wolle lässt sich wunderbar zu bunten, weichen Wolldecken verarbeiten. Bevor es dazu kommt, muss die Rohwolle noch einige wichtige Qualitätsprüfungen durchlaufen.

1. Qualitätskontrolle

Nach dem Scheren der Schafe erfolgt zunächst die Qualitätskontrolle der gewonnenen Wolle. Je nach Erzeugerland gibt es Unterschiede in der Faserqualität. Eine besonders hohe Qualität von reiner Schurwolle findet man in Neuseeland

2. Kontrolle der Wolleigenschaften

Nach der ersten Kontrolle wird die gute und saubere Wolle von schlechten und verschmutzten Teilen getrennt. Geschulte Arbeitskräfte sortieren die Vliese nach Farbe, Sauberkeit, Festigkeit und Alter. Je nach Eigenschaft unterscheiden sich die Einsatzgebiete der Wolle und die Wollpreise.

3. Prüfung der Faserbeschaffenheit

Die sortierte Schurwolle wird anschließend zu großen Ballen gepresst und nochmals auf ihre genaue Beschaffenheit geprüft. Wichtige Prüfpunkte sind die Faserfeinheit, der Reinwollgehalt ohne Wollfett, Verschmutzungen, die Faserfestigkeit und die Faserlänge der Wolle.

4. Reinigung und Pflege

Vor dem Spinnen und Färben wird die Wolle noch einmal gründlich gereinigt und mit einer Kardiermaschine gekämmt und aufgelockert. Dieser Vorgang beseitigt letzte grobe Verschmutzungen und garantiert einen sauberen Rohstoff. 

5. Färben

Die Wolle lässt sich unverarbeitet oder als Garn färben. Das Färben ist eine Veredlung der Fasern, bei der die Wolle mit Lösungen geeigneter Farbstoffe nach speziellen Methoden behandelt wird.

6. Spinnerei und Garnproduktion

Im letzten Schritt wird die saubere und gefärbte Wolle durch Spinnen zu Garn verarbeitet. Beim Spinnen werden die Fasern eng zusammen gezogen und verdreht. Je nach Art des Spinnens und der Qualität der Wolle unterscheiden sich die Garne.

Die fertigen Garne können nun an Textilhersteller geliefert und zu Kleidung, Wohnaccessoires und Schurwolldecken verarbeitet werden. 

 

Zum Anfang